Neues aus dem Verein

24h-Regatta beim ASV Hamburg

22.08.2023 von Lara Hofmann

Vom 4. bis zum 6. August reisen 8 wagemutige ASV’er nach Hamburg, um ihr seglerisches Geschick auf unbekannten Gewässern zu beweisen. Gemeinsam mit 14 weiteren Segelcrews aus den verschiedensten Gegenden der Republik sind sie dem Ruf des Hamburger ASV’s gefolgt, die legendäre 24-Stunden-Regatta wiederzubeleben. Der Großteil der Aachener Crew trifft sich, mehr (Deutschlandticket) oder weniger (Fernverkehr) pünktlich, bereits Freitagabend beim ‚Welcome-Grillen‘ und sondiert, bei Speis und Trank, die Konkurrenz. Erste Schlachtpläne werden geschmiedet und die Revierkundigen nach Tipps und Tricks ausgefragt. Das Ergebnis der Recherche: Wechselhafter Wind! Aber das erschreckt keinen hartgesottenen Rurseesegler! Zum Abschluss des Abends wird der ‚Crashtest‘ inspiziert. Gut gesättigt und mit Kaltgetränk in der Hand lässt sich dabei hervorragend über den optimalen Trimm philosophieren. Über eine auffällig unterschiedliche Wantenspannung und die daraus resultierende eingehende Untersuchung des Riggs wird der gebrochene Salingsbeschlag entdeckt. Die Hauptaufgabe für den Samstagvormittag steht somit bereits fest. Mit dieser Erkenntnis geht es für alle Richtung Bett, um ein letztes Mal etwas entspannten Schlaf zu genießen.

Der Samstag beginnt mit einer Schnitzeljagd durch diverse Läden für Bootsausrüstung, um einen passenden Salingsbeschlag zu finden. Bei der Rückkehr aller Suchtrupps stellt sich leider heraus, dass kein Ersatzteil verfügbar ist. Mit Blick auf den Wetterbericht, der nur schwache Winde vorhersagt, fällt die Entscheidung einmal ASV-Spezial zu bestellen. Also Kabelbinder, Dyneema und Gaffa-Tape. Gesagt getan: Mit dem Kabelbinder werden die Salinge verbunden, durch das Dyneemaseil als Flaschenzug wird der kaputte Beschlag fixiert und für ein schönes Finish alles mit Tape abgeklebt. Danach noch fix das Toplicht für die Nacht anbringen und der ‚Crashtest‘ kann an die Startlinie gehen. Pünktlich zur Steuermannbesprechung um 12 Uhr ist die Aachener ASV-Crew vollständig anwesend, sodass die erste Besatzung im Anschluss direkt in See stechen kann. Nach einigem Gerangel mit den 14 anderen Booten an der Startlinie fällt um 13 Uhr der Startschuss und der ‚Crashtest‘ geht mit einem fast gelungenen Bilderbuchstart in die erste Runde durch die Außenalster. Nun kehrt etwas ruhe am Steg ein, denn eine knappe ¾ Stunde wird vergehen, bevor die ersten Boote, am Ende der Runde, wieder in den ‚Langen Zug‘ einbiegen und damit ins Sichtfeld kommen. Dann aber weicht die Ruhe langsam einem geschäftigen Treiben, da sich die ersten Wechselbesatzungen bereit machen, um, wie vorgeschrieben, mindesten 50% der Bootsbesatzung nach jeder Runde zu tauschen. Wirklich vorbei ist die Ruhe, als das dicht gedrängte Mittelfeld auf den Steg zuhält, um mit kaum verminderter Fahrt die Besatzung zu wechseln. Der Crashtest natürlich mittendrin. Das ASV-Team entschließt sich vorerst nur eine Position auszuwechseln, damit alle Steuerleute das Revier und die Regattabahn einmal bei Tageslicht sehen, um auch nachts die richtigen Tonnen anzusteuern. Da nun wieder 45 Minuten nichts weiter passiert, wird an Land das nächste lebensbedrohliche Problem angegangen. Im Verpflegungspaket sind für 24 Stunden nur 4 Mahlzeiten vorgesehen, sodass ernsthafte Sorgen aufkommen, des Nachts zu verhungern oder zu verdursten. Schnell wird eine Task-Force gegründet weitere Lebensmittel zu beschaffen. Ergebnis dieser Bemühungen ist ein beachtlicher Vorrat an Bier, Cola, Dips und Knabberzeugs, sowie für den Anspruchsvollen Gaumen Cremant-Mate und Kaviar. Bei Rundenzeiten zwischen 40 und 60 Minuten stellt sich langsam eine Routine ein und alle warten sehnsüchtig auf die ersten Zwischenergebnisse. Doch bis dahin musste noch eine bittere Lektion gelernt werden. Die Spalten zwischen den Holzplanken im Steg haben eine wunderbare Größe, um schmale Gegenstände in der Alster zu versenken. So verschwinden nach und nach ein Kuli, eine Socke und ein Handy auf den Grund der Alster. Mit den ersten Zwischenergebnissen um 19 Uhr wir deutlich, dass das Feld trotz des zunehmenden Abstands der Boot, unter Berücksichtigung des Yardsticks, weiterhin sehr dicht ist. Als direkter Konkurrent wird der Kielzugvogel ‚Treibsand‘ ausgemacht, mit dem jede Runde intensiv um die Platzierung gekämpft wird. Mit Einbruch der Dunkelheit leert sich die Außenalster, bis nur noch die Toplichter der Teilnehmer sowie die rot blinkenden Regatta-Tonnen über das Wasser schweben und für eine besondere Atmosphäre sorgen. Gleichzeitig frischte der Wind etwas auf, sodass die Rundenzeiten auf 30 bis 45 Minuten sinken.

Pünktlich zum Bergfest um 1 Uhr am Sonntagmorgen setzt Regen ein und mit ihm verschwindet der Wind fast vollständig. Die ersten Crewmitglieder legen sich im Bootschuppen hin und werden vom prasselnden Regen in den Schlaf begleitet. Währenddessen dümpelt die Besatzung auf der Alster so vor sich hin. Als diese etwa 2,5 Stunden später am Wechselsteg ankommt wird der Entschluss gefasst nun die Gesamte Crew zu tauschen. Bis zum Sonnenaufgang werden nur noch zwei weitere Runden gesegelt. Der Regen lässt dabei zwar langsam nach, nur der Wind kehrt nicht zurück. Dadurch verläuft der Rest der Regatta sehr ruhig. Ab 13 Uhr wird der Zieleinlauf für eine Stunde geöffnet und der ‚Crashtest‘ schafft es nur wenige Minuten vor Ende über die Ziellinie.

Am Ende der 24 Stunden erreicht der ASV Aachen eine respektablen 11. Platz von insgesamt 15 Booten. Das Mittelfeld lag dabei sehr dicht zusammen, sodass 1 sm mehr bereits den 8. Platz bedeutet hätte. Darüber hinaus hat der ASV Aachen den Fair-Sail-Preis für sich gewinnen können. Für diesen Artikel muss dazu die offizielle Begründung ausreichen: Der Fair-Sail-Preis, der für Fair Play und Sportsgeist vergeben wurde, würdigte die außergewöhnlichen Bemühungen des ASV Aachen, die sich trotz aller Widrigkeiten einander und dem Wettbewerb mit Respekt begegneten. Wer wissen will, was wirklich passiert ist, spricht am besten einen der Teilnehmer an.

 

Unser Kielzugvogel "Crashtest" auf der Travemünder Woche

21.08.2023 von Marc Lennard Morisse

Im Rahmen der diesjährigen 134. Travemünder-Woche durfte unser gelber Vereins-Kielzugvogel GER3993 "Crashtest" für das erste Mal seit längerer Zeit wieder etwas auswertige Regattaluft schnuppern. Jan Wollseifen und Marc Morisse sind bei der Ranglisteregatta auf der Ostsee für den ASV Aachen gestartet.

Alles begann damit, dass wir Anfang der Saison an der Printenregatta des ABCs teilnehmen wollten. Dies ist die einzige Ranglisten-Regatta der Kielzugvögel, die auf dem Rursee stattfindet und sollte in diesem Jahr auch die NRW-Landesmeisterschaft sein. Aufgrund recht schwieriger Windbedingungen, konnte dabei jedoch kein einziger Lauf gesegelt werden. Dennoch hatten wir weiterhin Lust mit unserem "Crashtest" Regatta zu segeln.

Nachdem der Kielzugvogel dann auch im Pfingstsegellager am Markermeer dabei war und wir das ganze einmal bei Welle (kennt man ja am Rursee nicht) ausprobieren konnten, stand unser Entschluss: Wir wollen zur Travemünder Woche! Dies war ein Event, welches groß und interessant genug war, damit sich der doch recht große zeitliche und finanzielle Aufwand mit einem Vereinsboot vom Rursee aus zu starten, aus unserer Sicht, lohnen könnte.

Ende Juli war es dann soweit, wir stellten unseren Kieler am Rursee außer Dienst. In der Woche davor war noch ein Schaden am Lümmelbeschlag aufgetreten. Da das betreffende Teil kurzfristig nicht korrekt geleifert wurde, fuhren wir Montagmorgens mit dem zu dem Zeitpunkt nicht segelbaren Boot in Richtung Norden. Nach einem Zwischenstopp in Duisburg hatten wir auch alle benötigten Teile. So kamen wir dann Dienstagmittag im Passathafen in Travemünde an. Wir reparierten unser Boot, bauten alles fertig auf und mussten erstmal warten. 15 Dyas und 32 von 33 Drachen (einer war wohl wegen eines Sonnenschusses in einer Gewitterböe gesunken...) wollten erstmal noch ausgekrant werden. Abends wurde am Kran dann pünktlich Feierabend gemacht, während wir mit unserer gelben Schönheit immer noch an Land standen.

So hieß es dann am nächsten Morgen früh aufstehen, Boot einkranen, kurz Gewitter abwarten und danach zu unserer Bahn auslaufen. Nach einiger Zeit Flaute (immer wieder trieben andere Kieler vorbei, von denen uns versichert wurde, dass hier sonst Wind wäre) konnten wir in unsere erste Wettfahrt starten. Zu Beginn fielen wir ins letzte Drittel zurück, doch dann kam plötzlich sehr, sehr viel Wind auf. Vor uns an der Luvtonne konnten wir das erste Boot kentern sehen und abgesehen von zwei Kielern fuhren alle zunächst in verschiedene Richtungen davon. Doch wir fühlten uns an Bord vom "Crashtest" eigentlich recht wohl und entschieden uns die Wettfahrt einfach mal zu Ende zu fahren. So schlossen wir die erste Wettfahrt als dritte von den insgesamt 12 Booten ab. Die anderen trudelten nach und nach auch wieder ein und es konnte noch ein weiterer Lauf gesegelt werden, den wir als 8. abschließen konnten.

Diese Erfolge konnten wir an den nächsten Tagen leider jedoch nicht fortsetzen. Bei normalem Wind zeigten sich schnell, dass das Leistungsniveau vor Ort sehr hoch war und wir da größtenteils einfach nicht mithalten konnten. Auch das gemeinsame Mast eintrimmen mit einem erfahrenen Segler hat uns da nicht viel geholfen. So konnten wir in den 6 restlichen Läufen nur noch zweimal den 11. Platz holen und mussten uns ansonsten mit dem 12. Platz zufriedengeben.

Unserer Stimmung hat das ganze dennoch keinen Abbruch getan und wir konnten schöne Abende gemeinsam mit den anderen Seglerinnen und Seglern verbringen. Insbesondere der von der Klassenvereinigung organisierte Klassenabend mit Fischbrötchen und selbstgekeltertem Wein stach hier heraus. Der Zusammenhalt unter den Kielern abseits der Regattabahn ist immer wieder besonders hervorzuheben. Samstag wurden dann, nach zwei schönen Wettfahren, die Boote wieder ausgekrant und verpackt. Nach einer kurzen Siegerehrung mussten wir uns dann von den anderen verabschieden und haben uns auf den Rückweg gemacht.

Unser „Crashtest“ wurde direkt bereit für die nächste Regatta (24h Regatta des ASV Hamburg auf der Alster) in Hamburg abgestellt. Insgesamt war es ein sehr schönes Event und für uns auch eine tolle Erfahrung, bei der wir sicher auch einiges gelernt haben. Sicherlich werden wir auch in Zukunft wieder mit unserem Kieler unterwegs sein. Auch die nächste Travemünder Woche haben wir schon in unseren Kalendern eingetragen!

Die neue Schließanlage kommt!

21.08.2023 von Jarik Meyer

Der ASV bekommt eine neue Schließanlage! Nachdem die Kosten für neue Schlüssel in den letzten Jahren immer weiter gestiegen sind, wurde schon seit längerer Zeit nach einer Lösung gesucht. Anfang 2022 haben wir uns auf eine Förderung im Förderprogramm „Digitalisierung gemeinnütziger Sportorganisationen in Nordrhein-Westfalen “ beworben und eine Fördersumme in Höhe von 8000€ für eine digitale Schließanlage bekommen. Das Geld in dieser Initiative kommt aus dem EU-REACT Programm, weitergeleitet vom Land Nordrhein-Westfalen und dem Stadtsportbund Aachen. Über den Sommer hinweg wurden Anforderungen definiert, verschieden Systeme verglichen, Vor- und Nachteile in der Aktivitas besprochen und letztlich das EVVA Xesar System als Nachfolger bestimmt. Bei diesem System passt der Funktionsumfang sehr gut zu unseren Anforderungen, die Anschaffung kann fast vollständig über die Fördersumme abgedeckt werden und der Preis für in Zukunft nachbestellte Schlüssel beträgt nur etwa ein fünftel der bisherigen Schlüssel. Außerdem wurden für die nähere Zukunft genügend Schlüssel im Rahmen der Fördersumme beschafft. Der Austausch von Schlüsseln und Zylindern wird im Rahmen der JHV und des Labskaus passieren. Genaueres dazu kommt mit der Einladung zur JHV. Interessierte können außerdem die Protokolle der Aktivenversammlungen der letzten und nächsten Wochen durchsehen, oder im Idealfall einfach dazukommen ;)

Maiglöckchenregatta

25.05.2023 von Jonas Harnacke

Foto: Johanna Hemmeke

Im Mai fand nach coronabedingten Einschränkungen unsere Maiglöckchenregatta wieder in gewohntem Umfang statt. Rund 20 Seglerinnen und Seglern traten in insgesamt fünf Wettfahrten gegeneinander an. Am Samstag gab es zuerst einen längeren Kurs bei bestem Segelwetter und im Anschluss ein heftiges Gewitter, dass manche Teilnehmer noch auf dem Wasser über sich ergehen lassen mussten. Nach einer wetterbedingten Pause konnte aber noch ein weiterer Lauf bei abnehmenden Wind gesegelt werden. Abends trafen alle ASVer und externen Teilnehmer an der Hüttte zusammen und ließen bei Grill und Bier den Tag ausklingen. Auch der nächste Tag ließ wieder mehrere spannende Wettfahrten zu. Mit dem Sieg im fünften Lauf konnte schließlich Jan Küper auf dem RS Aero die Regatta für sich entscheiden. Vielen Dank an alle, die zum Gelingen dieser Regatta beigetragen haben. ASV Mitglieder finden in der Cloud diverse weitere Fotos.

Infoabend am 18.04.2023

17.04.2023 von Marc Lennard Morisse

Wir sind der Akademische Seglerverein in Aachen, ein Segelverein für alle Aachener Studentinnen und Studenten. Schwestervereine gibt es auch in vielen anderen Universitätsstädten. Komm zum Infoabend oder einer unserer Aktivenversammlungen, lern uns kennen und stell uns deine Fragen. Wir freuen uns auf dich!

Unser Kursangebot gilt für jeden. Ausgebildet wird in unseren Räumlichkeiten in der Pontstraße 110 und anschließend auf unseren Booten mit segelerfahrenen Mitglieder*innen.

Nicht nur auf dem Rursee, sondern auch international sind wir unterwegs. Unser Seeschiff "Aquis Granus" bietet immer abwechslungsreiche Reisen.

Erfahrene Segler können unsere voll ausgestatteten Vereinsboote eigenständig nutzen und z.B. an Regatten teilnehmen.