Neues aus dem Verein

Niederrheinmeisterschaften der Kielzugvögel in Duisburg 21./22.10.

23.10.2023 von Marc Lennard Morisse

Am Wochenende 21./22. Oktober haben wir mit drei ASVern verteilt auf zwei Boote an den Niederrheinmeisterschaften der Kielzugvögel auf der Sechs-Seen-Platte in Duisburg teilgenommen. Jan Wollseifen und Jonas Harnacke sind auf unserem Vereinseigenen Kielzugvogel GER3993 "Crashtest" gestartet, während Marc Morisse mit Martin (SKEH) auf GER39 gesegelt ist.

Nach der Anreise zum Duisburger Yachtclub (DUYC) am Freitagabend wurden Samstagmorgen die 19 angereisten Kieler aufgebaut und eingekrant. Bereits kurz danach legten die Boote in Richtung Wolfsee ab, um dort bei recht anspruchsvollen Bedingungen in die erste Wettfahrt zu starten. Während der Startvorbereitung war in den Böen schon "ausversehen" mal die ein oder andere Gleitfahrt über den dann doch recht kleinen See dabei. Während dieser Phase gab es schon die ein oder andere Beinahe-Kenterung und leider auch etwas Bruch, sodass einige Boote zurück zum Hafen gefahren sind. Dabei war leider auch der "Crashtest" bei dem sich zwei Minuten vor dem Startsignal der Lümmelbeschlag vom Mast gelöst hat. Während Jan und Jonas gezwungen waren kurz mal eben zurück zu fahren und den Beschlag neu festzunieten, sind die verbliebenen 14 Boote in die erste Wettfahrt gestartet. Huuiii, macht das Spaß mit achterlichen 6 Bft in Richtung Gate zu gleiten!!

Passend zur zweiten Wettfahrt war auch unser gelber Kieler wieder am Start. So konnten am Samstag insgesamt drei, zwar sehr spaßige, aber auch anspruchsvolle Wettfahrten gesegelt werden.

Nach einem gemeinsamen Abend innerhalb der Klasse, haben wir Sonntagmorgen wieder abgelegt um die zwei verbliebenen Wettfahrten auszusegeln. Dieses Mal waren dann auch die restlichen Boote wieder dabei. Der Wind war zwar weiterhin recht böig, aber insgesamt deutlich gemäßigter, sodass sich nochmal eine ganz andere seglerische Herausforderung ergab. Nun kam es deutlich stärker auf den passenden Trimm an.

Nachdem die fünfte Wettfahrt abgeschlossen war ging es direkt ans auskranen, abbauen und anschließend zur Siegerehrung. Von den insgesamt 19 Booten konnten Jonas und Jan den 11. Platz und Marc und Martin den 7. Platz erringen. Zufrieden konnten wir von diesem spannenden Wochenende nach Hause fahren und unser "Crashtest" steht bereit für die nächste Regatta, die Rumtopfregatta am 04./05.11. in Essen.

Stürmische Zeiten: Alsterglocke 2023 in Hamburg

22.10.2023 von Lara Hofmann

Nach guten Erfahrungen bei der 24h Regatta in Hamburg haben wir uns entschieden auch an der 40. Regatta um die Alsterglocke teilzunehmen. Diese Spaßregatta wird jedes Jahr im Herbst vom Hamburger Segel Club ausgetragen. Man segelt ca. 4-6 Stunden lang Runden auf der Außenalster, wobei nach jeder Runde die komplette Crew ausgetauscht werden muss. Das geschieht in Fahrt am Steg und kann zu manchen riskanten Manövern oder Platschern ins Wasser führen.

Da wir keine eigenen Boote für einen Tag nach Hamburg ziehen wollten, lieh uns der ASV Hamburg glücklicherweise einen KZV und einen Conger. Lennart, Christian, Gilli und Benno besetzten den KZV Treibsand und Jan, Lara, Emma und Till segelten mit dem Conger Alstersand.

Am Samstagmorgen ging es dann los. Als erstes holten wir die beiden Boote vom Bobby Reich Steg zum Steg des HSCs. Während die KZV Besatzung schon zum HSC Steg zur Steuermannbesprechung segelte, kämpften Emma und Lara noch mit dem Groß der Conger. Nachdem das Problem gelöst war, ging es auch für die Conger schnell zum HSC, wo dann nur noch das Gepäck gegen den Stichwortzettel mit den Notizen aus der Steuermannbesprechung getauscht wurde, damit die Crew auch wusste wo sie lang muss. Es ging also los.

Der Wind war mit 14kn und 28kn in Böen vorhergesagt und das merkten wir sofort als wir uns auf den Weg zur Startlinie machten. In den ersten zwei Runden mussten wir dann feststellen, dass wir kaum Höhe fahren konnten und es nur gerade so, ohne zu Kreuzen, von der letzten Boje bis zum Steg schafften.

Am Steg war durchgehend ein großes Durcheinander. Teams, die gerade an Bord gesprungen waren und nun versuchten gegen den starken Wind nicht auf den Steg zu fahren, übersahen andere Boote, die zum Teil verdeckt von Segeln, selbst am Steg versuchten vorbeizufahren. Es kam zu einigen Zusammenstößen mit hoffentlich nicht allzu großen Schäden.

In der dritten Runde frischte der Wind plötzlich stark auf. Unser KZV war gerade vom Steg abgelegt und trotz losen Schoten wurde er umgelegt und auch das Team auf der Conger musste nach langem Kämpfen mit dem Wind feststellen, dass die Alster im Oktober nicht mehr besonders warm ist. Auch fast alle anderen Boote kenterten. Besonders Boote, die gerade am Anlegen waren, kämpften darum nicht komplett im Steg zu landen. Da unsere Boote bei dem Wind kaum manövrierfähig waren, beschlossen wir die Segel runterzunehmen und die Regatta, so wie viele andere Teams auch, abzubrechen. Es ging also zurück an den Steg.

Dort angekommen haben wir, ausgestattet mit heißem Kakao (mit einer ganz besonders wärmenden Zutat), beobachtet, wie die sturmfesteren Boote mit den schwierigen Bedingungen kämpften. Am Nachmittag lies der Wind ein wenig nach und wir segelten die Boote wieder zurück zum Bobby Reich Steg. Danach fand noch die große Siegerehrung und die Verleihung der Alsterglocke statt.

Abschließend sind wir froh ohne Schäden an Material und Mannschaft teilgenommen zu haben. An dem Tag wurden Böen mit bis zu 41kn gemessen und Hamburg erlebte die erste Sturmflut in diesem Jahr. Nach der Ergebnisliste sind wir „offiziell“ auf dem 24. Platz (allerdings mit 32 anderen Booten) von den insgesamt 57 Booten die teilgenommen haben.

Vielen Dank an den HSC für die Regatta Organisation und ein besonders großes Dankeschön an den ASV Hamburg für das Leihen der Boote, ihr seid natürlich jederzeit bei uns am Rursee willkommen. Wir freuen uns auf nächstes Jahr, bei hoffentlich etwas weniger Wind, wieder dabei zu sein.

Von Astronauten, Aliens und Raumstationen auf dem Aasee in Münster - Aaseepokal 2023:

18.10.2023 von Hannah Neubaur

Spoiler-Alert: Wir machen nicht Werbung für den Studiengang Luft- und Raumfahrttechnik, sondern erzählen von den Abenteuern der Aaseenauten in ihrem Wettkampf mit den Weltraumpiraten.

10, 9, 8, 7, 6, 5 Uhr Start der Rakete „Autoboot“ Richtung Münster. Dort angekommen wurde unser Raumschiff Coco Jambo mittels Kran in den freien Aaseeraum gehoben. Da war ungefähr so viel los wie am Weltraumbahnhof Coruscant. Die Aaseenauten der 75 gemeldeten Teams bereiteten fleißig ihre (Raum)-Schiffe für die anstehenden Wettfahrten vor. In der Aaseenauten(raum)schiffpilotenbesprechung (ugs. Steuermannsbesprechung) erfuhren wir unsere Startgruppe sowie die Zeit für den Lift-Off des ersten Laufs.

(Aufgrund mangelnder Breite des Sees und somit einer sehr schmalen Startlinie werden die Wettfahrten in zwei Gruppen ausgetragen)

Mit dem an die Bedingungen angepassten (Wasser)Raumanzug (ugs. Ölzeug) konnten wir bei kräftigen Windbedingungen zwei gute Läufe segeln. Die Aaseenauten der anderen Startgruppe traf es heftiger: Ein Sturm zieht während des Laufs auf und der Wind kam in heftigen Böen bei den Schiffen an. Nicht alle Aaseenauten waren darauf gefasst, was zu Manövrierschwierigkeiten und damit verbundenen Vorfällen von außer Kontrolle geratenen Schiffen führte. Es kam sogar so weit, dass ein Aaseenaut von seinem Raumschiff getrennt wurde und in einer Rettungsaktion von einem Weltraumpiraten geborgen werden musste. Andere Raumschiffe beherrschten die Bedingungen hingegen so gut, dass ihnen der Sprung in den Hyperraum gelang (ugs. Gleitfahrt).

Am nächsten Tag wurde je Startgruppe der übrige letzte Lauf gesegelt und mit der Siegerehrung konnten alle Aaseenauten guten Gewissens zurück in die Realität kehren.

Auch wir schlossen diese außergewöhnliche Ranglistenregatta sehr zufrieden mit einem 20. Platz von 75 gesegelten Teams ab und freuen uns schon auf das Motto des Aaseepokals nächstes Jahr.

 

Bericht von Sebastian Merz und Hannah Neubaur

Infoabend am 17.10.2023 um 19:30

11.10.2023 von Jarik Meyer

 

Auch dieses Semster gibt es wieder einen Infoabend! Wenn du Bock auf Segeln und coole Leute hast, komm einfach vorbei und lerne den ASV bei einem kühlen Getränk und netten Gesprächen kennen. Außerdem findet alle zwei Wochen unsere Aktivenversammlung statt bei der wir alles rund um den Verein besprechen. Die Nächste ist am 23.10.2023 um 20:00 Uhr an der gleichen Adresse.

Bei Fragen schreibe uns gerne via Instagramm @asv_aachen oder per Mail an segeln@asv-aachen.de . Wir freuen uns auf Dich!

Kehraus Regatta 2023 am Rursee

11.09.2023 von Marc Lennard Morisse

Es ist das letzte August-Wochenende von 2023 – Zeit für die vom SCJ ausgerichtete Kehrausregatta!

Am Samstagmorgen herrscht reges Treiben am ASV-Steg: Mats und Jakob bauen den Jollen-Neuzugang, unseren RS500 auf. Die Aufregung steht den beiden ins Gesicht geschrieben, während die ersten stärkeren Böen beim Setzen der Segel an der Stegplattform ankommen. Außerdem für den ASV an der Startlinie in den Yardstick-Gruppen: Axel mit dem RS-Aero „Aerasmus“, Tobias mit dem Laser „NootNoot“, Neele und Christian mit der Dyas „Cameron“, Marc und Joans mit der Dyas „Sole Mio“, Jan und Laura mit dem Polyfalken „Monopoly“, Ralf und Astrid mit der Fröfel sowie Dieter mit seiner BM-Jolle. Sebastian und ich sind mit dem Piraten „Coco Jambo“ in einem Startfeld von insgesamt 30 Piraten gestartet.

Boot aufbauen, Müsliriegel in die Schwimmweste, Wasserflasche ins Boot und noch schnell eine Schicht Sonnencreme ins Gesicht, denn das Wetter meint es gut mit uns – und los geht’s! Beim Einsegeln zur Startlinie müssen wir durch ein Feld von Windsurfern, die gerade einen Anfängerkurs bei der RWTH machen. Wir haben direkten Sichtkontakt mit einer Surferin, die etwas neidisch zu uns herüberblickt. Wir hängen bei guter Fahrt mit dem Po über der Kante – es macht Hui. „Das sieht ja cool aus!“, ruft sie herüber. „Ja, das ist es auch! Wir sind der ASV in Aachen, du kannst uns auch mal googeln!“, ruft Sebi zurück. Macht man doch so, oder? #Werbungende. Wir segeln zur Regattabahn und schauen uns die Strecke mal genauer an. Die Startlinie ist kurz vor dem Kehrmeter, von dort geht es in Richtung Tonne 2, wo die Luvtonne und eine Ablauftonne liegen – ganz schön lang die Bahn. Ein paar Spi-Manöver zum warm werden und schon ertönt das Startsignal für die H-Boote. Jetzt geht es auch gleich für uns los. Die anderen ASVer haben wir im Gewusel zwischen den ganzen Piraten und Yardstick-Booten noch nicht gefunden, aber wir möchten uns ohnehin erstmal auf den ersten Lauf fokussieren. Der Start ist schon sehr taktisch: Mal ist die Tonne bevorteilt, mal das Schiff. Wir starten im guten Mittelfeld und können uns dort bis zum Ende des Laufs halten. Nach dem ersten Lauf folgt eine längere Phase des Wartens. Wir treffen den ein oder anderen ASVer auf dem Wasser und man tauscht sich kurz aus, wie es so lief. Endlich beginnt der zweite Lauf, wir starten mit dem Coco ziemlich weit vorne. Sebi hat einen Winddreher gesehen, den kaum ein anderer Pirat wahrgenommen hat. Es herrscht höchste Konzentration bei uns, damit wir unsere gute Platzierung halten können und kommen so auch im vorderen Feld über die Ziellinie. Zwei Läufe sollen es für den Tag gewesen sein, schnell zurück zum Steg, einmal Baden und schnell rüber zum SCJ. Bei Spanferkel und Bierwagen möchte ein ASVer nicht zu spät sein. Tobi und Axel haben noch nicht genug vom Segeln und so hört man ab und an von einem RS500 ein lautes WUUUHUUUUU an Land herüberschallen. Das SCJ-Gelände ist voll, immerhin waren circa 70 Boote am Start. ASVer wären aber nicht ASVer, wenn sie sich nicht auch in der Warteschlange für das Spanferkel taktisch gut platzieren könnten. Im Verlauf des Abends kommt eine ausgelassene Party-Stimmung auf, es gibt Cocktails und gewisse ASVer scharren sich um den Bierwagen. Bald fällt einer nach dem anderen müde in die Koje, Sonntag geht es ja noch weiter.

Sonntag, 09:00 Uhr, der Wecker klingelt. Gähn, Blinzel, Segeln gehen! Es wird in entspannter Runde gefrühstückt und schon ein wenig über die anstehenden Läufe diskutiert. Am Steg in etwa das gleiche Bild wie Samstag: Boote aufbauen, Snacks packen, Sonnencreme, Abfahrt. Die Regattabahn sieht genauso aus wie am Samstag und wir überlegen auf welcher Seite des Sees der Wind heute wohl besser ist. Die H-Boote starten, die Piraten sammeln sich an der Linie. Wir starten gut und können während des Laufs ein paar der anderen Piraten einholen. Es ist etwas weniger Wind als am Vortag, das macht die Manöver spannender. Nach dem Lauf ist vor dem Lauf und in der Pause haben wir die Möglichkeit ein wenig die anderen Boote zu beobachten. Unser RS500 ist vor dem des SCJ und auch für die anderen ASV-Boote sieht es ganz gut aus. Schnell einen Müsliriegel essen und nach dem Start der H-Boote an die Linie. Diesmal ist der Puls noch höher, der letzte Lauf soll nochmal gut werden. Alle drängeln an der Linie, Segel flattern, die Piraten sind dicht an dicht und wir reden nur leise miteinander, damit uns keiner hört. Wir sind sehr nah an der Linie, aber die neben uns auch. Startsignal, wir fahren los. Noch ein Signal und Flagge X – Mist, mindestens ein Frühstart. Aber waren wir das? Wir wollen sicher gehen und drehen um, das Boot neben uns auch. Die anderen sind etwas früher wieder an der Startlinie und die Flagge geht schon runter. Doppelmist, wir waren es gar nicht! Wir drehen wieder Richtung Luvtonne und sehen das Feld von hinten. Gedankenkarrussel – Der Start hätte echt gut sein können… Jetzt noch versuchen das Beste herauszuholen, irgendwie. In diesem Lauf scheint der Wurm drin zu sein, nach dem Spi setzen ist jedes Mal eine Sanduhr drin und der Wind dreht gefühlt in jeder Wende gegen uns. Immerhin sehen wir, dass die Boote, mit denen wir vorher vorne gefahren sind in diesem Lauf auch eher im hinteren Feld sind. Auf dem letzten Downwind können wir aber zum Glück noch ein paar Boote holen und punkten mit der Rursee-Erfahrung. Die letzten Meter kreuzen wir zur Leetonne, fahren mit Rückenwind von dort zur Ziellinie und kurz vor der Ziellinie sind wir wieder am Wind – der Rursee bleibt sich treu.

Zur Siegerehrung gab es wieder leckeren Kuchen und Kaffee, sodass man wieder rundum glücklich war. Auch unsere Platzierungen können sich sehen lassen: In der Piratenklasse haben Hannah Neubaur und Sebastian Merz den 11. Platz (von 30) belegt. In der Yardstickgruppe YS<=110 haben (von 15 Booten) Jonas Harnacke und Marc Morisse den 6., Neele Hannes und Christian Fimmers den 9. und Jakob Krause und Mats Johnen den 13. Platz belegt. In der Yardstickgruppe >110 haben (von 12. Booten) Axel Schmidt den 3., Dieter Mayer den 4., Astrid und Ralf Fröde den 6., Laura und Jan Niehusmann den 8. und Tobias Rätz den 9. Platz belegt.

Insgesamt war die Kehrausregatta des SCJ wieder ein sehr gelungenes Event und wir freuen uns jetzt schon auf das nächste Jahr.