
Sommer, Sonne und Sonnenschein wünscht man sich zwar gerne im November, doch je näher die Regatta rückt, desto unrealistischer wird die Vorstellung, als „letzter Held“ bei strahlendem Wetter unterwegs zu sein. Dieses Jahr gab es zwar keine gefrorenen Schoten, dafür aber 5 Grad, 31 Knoten Wind und ordentlich Welle. Doch fangen wir vorne an.
Am Freitagabend machten wir uns auf den Weg nach Hamburg. Unterwegs beschlossen wir (Emma und Jan), dass wir noch am selben Abend in Blankenese aufbauen wollten, schließlich hatten uns die vier Stunden Autofahrt im strömenden Regen noch nicht gereicht.
Am Samstag sind wir dann bei Mittagstide aus dem Hafen des Blankeneser Segel-Clubs ausgelaufen und zur anderen Elbseite „geflitzt“. Schon vor der ersten Wettfahrt gelang uns ein wunderschöner Nosedive, sodass wir eigentlich ab Sekunde eins komplett durchnässt waren.
An diesem Tag segelten wir gemeinsam mit 39 weiteren Piraten zwei Wettfahrten. Sie machten unglaublich viel Spaß, allerdings war die Devise eher „bloß nicht kentern“ statt „die perfekte Kreuz segeln“. Das hat bei uns eigentlich gut funktioniert und am Ende des Tages fanden wir uns auf Rang 15 wieder. Bei einigen anderen lief es leider weniger gut, und unterwegs sah man sogar das ein oder andere Boot ohne Mast. :(
Der Sonntag war dann das komplette Gegenteil: keine Welle, kein Wind, aber immer noch bitterkalt… brrrr… und dazu diese gottverdammte Strömung. Wir mussten sogar zurück in den Hafen geschleppt werden, weil es bei dem wenigen Wind kein Boot gegen die Kraft der Elbströmung geschafft hätte. Diesen Tag möchte ich gerne den Revierkundigen widmen, denn bei uns lief leider gar nichts mehr, da wir mit der Strömung im Mühlenberger Loch so gar nicht zurecht kamen. Schön war der Tag trotzdem, und auf dem Rückweg in den Hafen hat uns sogar noch ein letzter Sonnenstrahl erwischt.
Alles in allem war es, wie jedes Jahr, eine sehr schöne Veranstaltung. Wir freuen uns jetzt schon auf das nächste Mal, angekündigt wieder mit einer Mittagstide.
Bericht von Jan Wollseifen

Wer ist denn jetzt dieser Joshua, der bei dieser Regatta Ende Oktober in der Nähe von Leipzig in aller Munde ist?








